foto michaela mara franz f woerle baerbel hische
Malerei, Skulptur, Installation

Michaela Mara
ist in Linz geboren und lebt heute im Österreichischen Faistenau. Ihr künstlerisches Werk umfasst Malerei, Illustration und Collage. Inspirationen findet sie auf Flohmärkten, auf Reisen und in der Natur. So reißt sie heimlich alte Plakate von italienischen Wänden ab, um sie später in ihren Collagen zu verarbeiten. Bei ihrer Sammelleidenschaft ist es ihr wichtig, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. Auch verwendet sie Fotos, wie zum Beispiel Detailaufnahmen von alten Schiffen und Mauern. Grafische Elemente findet Michaela Mara in alten Zeitungen und Briefen. Für ihre Collagen verarbeitet die Künstlerin die verschiedenen Elemente mit Lehm, Spachtelmasse, Sand, Acrylfarbe, Kaffee, wobei sie mit diesen Dingen experimentiert. Michaela Mara bearbeitet das Material durch Kratzen, Reißen und Drucken. Mit diesen frischen Spuren gibt sie ihren Bildern Tiefe und Leben.

„Dort hinzusehen, wo niemand hinschaut, die Schönheit in den vielen Schichten, Strukturen und der Patina des „Abgelebten“ zu entdecken und dann in die Malerei umzusetzen ist mein Ziel“, so Michaela Mara über ihre Arbeit.

Franz F. Wörle
lebt und arbeitet in Straußdorf/Grafing in der Nähe seiner Geburtsstadt München, wo er im Jahr 1952 geboren ist. Während seines Studiums der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in München hat er mit den Materialien Glas, Holz und Edelmetall experimentiert. Anschließend hat er seinen Werkstoff entdeckt: Eisen. So besteht heute der Hauptteil seines Oeuvres aus Skulpturen aus diesem vergänglichen Material. Das natürliche Rosten des Eisens bezieht Franz F. Wörle in seine Arbeiten mit ein. Er lässt seine Werke mit Bedacht altern, sodass sich jede Skulptur durch eine einzigartige Oberfläche von Braun- und Rottönen auszeichnet. Die Oberflächen seiner architektonischen Skulpturen erhalten so eine lebendige Struktur und zeigen die fortschreitende Vergänglichkeit an. Seine Objekte stehen in öffentlichen Parks und strahlen eine gewisse Erhabenheit und Schönheit aus. Die Titel der Skulpturen stammen aus dem Bereich der Architektur, wie zum Beispiel Bodentor oder Seelenhaus.
Inspirationen schöpft der Bildhauer aus längeren Aufenthalten in Nordafrika.

Bärbel Hische
ist 1954 im Südoldenburgischen geboren. Von 1982 bis 1987 hat sie an der Hochschule für Künste in Bremen ihr Kunststudium absolviert und mit dem Diplom abgeschlossen. Es folgten Studien- und Erfahrungsreisen in ferne Länder, wie u. a. nach China und Madagaskar. Seit 30 Jahren sind ihre Werke in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Der Heimat treu geblieben lebt und arbeitet sie heute in Cloppenburg und Berlin. Ihr Atelier in der Landeshauptstadt befindet sich in den Gerichtshöfen in Berlin-Wedding.

Bärbel Hische arbeitet in verschiedenen künstlerischen Disziplinen. So umfasst ihr Werk 2-dimensionales, wie Fotografie, Zeichnung und Video, ebenso wie 3-dimensionales, die Installation. Ihre Installationen sind auf einen Ort oder eine Situation bezogen und setzen sich mit dessen Räumlichkeit und Geschichte auseinander.

Bei der Vernissage am 22. Mai um 15 Uhr hat Frau Dr. Viola Weigel, Direktorin der Kunsthalle Wilhelmshaven, in die Ausstellung eingeführt. David Kuckhermann begleitete den Nachmittag mit den sanften Klängen des Hang.
Die Finissage am 24. Juli um 15 Uhr wurde durch eine Lesung der Sprachwissenschaftlerin Frau Dr. Uta Fleischmann mit dem Titel „Gelbe Tapete“ abgerundet.